Benutzer:ChristianHelmbold
Aus Tuxfutter
Meine wichtigste Eigenschaft im Zusammenhang mit Tuxfutter ist wohl, dass ich der geistige Vater davon bin. Wie Väter manchmal so sind, habe ich das Kind nach der Zeugung etwas vernachlässigt ;-) Umso erfreuter bin ich, dass die Gemeinschaft der anderen Zoowärter eine gewisse Eigendynamik entfaltet hat.
Zu Linux bin ich im Jahr 2000 gekommen, als ich eine Entwicklungsplattform für Webanwendungen gesucht habe. Die erste Installation, an die ich mich erinnern kann, war Mandrake. Allerdings lief es auf dem eingesetzten Rechner nicht richtig, weswegen es ein sehr kurzes Gastspiel war. Als nächstes kam SuSE zum Zuge, womit ich mich aber auch nicht richtig anfreunden konnte. Meine erste ernsthafte Distribution war schließlich Debian. Das war als Anfänger zwar ein steiniger aber auch lehrreicher Weg. Über die Zeit nervte mich aber der mangelnde Komfort und noch viel mehr die Steinzeitlichkeit der Software bei Debian genauso wie deren religöser Fundamentalismus. Ich benutze derzeit verschiedene Distributionen, aber mein Arbeitsplatz läuft mit SuSE.
Wie fast alles auf dieser Welt, betrachte ich auch Linux kritisch. Ich bin keineswegs fanatischer Anhänger dieses Betriebssystems. Aber seit ich in meinem Studium (Wirtschaftsinformatik) das Vergnügen hatte, die Prinzipien von Betriebssystemen kennenzulernen, bin ich fasziniert von der genial einfachen Grundstruktur der Unix-Betriebssysteme. Allergisch reagiere ich allerdings, wenn Linux als das ultimative Betriebssystem dargestellt wird, denn erstens ist ein Mikrokernel vom Prinzip viel schöner und zweitens wird nichts durch Ignoranz besser. Gerade im Linux-Lager ist mir ein Hang zur Ignoranz aufgefallen. Ein kleiner Beitrag gegen diese Ignoranz soll Tuxfutter sein, das auch Anfängern über die ersten Hürden helfen soll.
Leben tue ich in meiner Wahlheimat Dresden, die mir im Laufe der Jahre sehr ans Herz gewachsen ist.

