Enemy Territory
Aus Tuxfutter
Wolfenstein: Enemy Territory (kurz ET) ist ein 3D-Ego-Taktik-Shooter (der zunächst ab 16 Jahren eingestuft war, danach hat id Software eine verbesserte Version herausgebracht, die nicht mehr geprüft wurde. Deswegen ist das Spiel nun ab 18, obwohl bei der Verbesserung lediglich Bugs behoben wurden), der von der Firma Splash Damage unter Federführung von id Software entwickelt und von Activision publiziert wurde. Das Computerspiel sollte ursprünglich als Add-On zum Titel Return to Castle Wolfenstein (RtCW) erscheinen. Auf Grund entwicklungstechnischer Probleme beim Singleplayer-Modus wurde jedoch letztlich entschieden, Enemy Territory in einer abgespeckten Variante (nur mit einem Multiplayer-Modus bestückt), aber dafür als von RtCW unabhängiges Stand-Alone, ab dem 29. Mai 2003 kostenlos im Internet zum Download anzubieten. Das Spiel erfreut sich nicht zuletzt wegen der freien Verfügbarkeit für Windows, Linux und Mac OS X international relativ hoher Beliebtheit und ist Teil diverser Ligen, wie z. B. der Electronic Sports League und der Clanbase, sowie der Quakecon.
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[Bearbeiten] Überblick
Im Spiel stehen sich generell zwei Teams gegenüber. Abhängig vom Spielmodus ist es entweder Aufgabe, bestimmte Missionsziele innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu erfüllen bzw. die Erfüllung dieser Ziele durch das gegnerische Team zu vereiteln, oder alle gegnerischen Spieler zu eliminieren. Jedem Spieler eines Teams stehen fünf Charakterklassen zur Auswahl, die jeweils über spezifische Fertigkeiten und Waffenausstattungen verfügen können. Durch Teamplay gilt es, die Vor- und Nachteile der Klassen bestmöglich zu nutzen bzw. auszugleichen, um so das Spiel als Mannschaft für sich zu entscheiden. Das Szenario von Enemy Territory ist – ähnlich zu dem des Vorgängertitels – stark an den Zweiten Weltkrieg angelehnt: so kämpfen zum einen die Truppen der Alliierten gegen die der Achsenmächte. Des Weiteren bilden einige Szenarien (so genannte Maps) historische Kriegsschauplätze nach. Nicht zuletzt auf Grund der freien Verfügbarkeit von Teilen des Sourcecodes des Spiels wird dieses ständig weiterentwickelt.
[Bearbeiten] Maps (Karten)
Als Maps werden bei Enemy Territory die einzelnen Szenarien, also die Spielumgebungen inkl. der vorgegebenen Missionsziele, bezeichnet. Die derzeit verfügbaren Maps können danach unterschieden werden, ob sie bei der Installation des Spiels bereits mitgeliefert werden (so genannte Standard-Maps) oder von der Spielergemeinschaft kreiert wurden und extra hinzugefügt werden müssen (Custom-Maps). Bei letzteren handelt es sich entweder um vollständige Eigenkreationen, um Portierungen bekannter Maps des Vorgängertitels Return To Castle Wolfenstein oder um Adaptionen der sechs Standardmaps. Aus der Vielzahl an mittlerweile verfügbaren Custom-Maps haben einige auch in Wettkämpfen eine große Bedeutung erlangt, sodass diese im weiteren Sinne als fester Bestandteil des Spiels angesehen werden können.
[Bearbeiten] Das Erfahrungspunkte-System
Eine Besonderheit von Wolfenstein: Enemy Territory ist das XP (Experience-Points)-System, das in dieser Art bis dato eher für Rollenspiel (Spiel)|Rollenspiele typisch war. Dabei erhält der Spieler für diverse Aktionen, wie Gegner töten, langes Überleben an der Front oder Nutzung der Spezialfähigkeiten einer Charakterklasse, im Laufe des Spiels Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Jeder Spieler besitzt zwei klassenunabhängige und eine klassenabhängige Kategorie von Fertigkeiten: zu ersteren zählen der Umgang mit leichten Waffen sowie der Kampfsinn, während letztere sich – je nach Charakterklasse – auf Fertigkeiten im Umgang mit schweren Waffen, der Ersten-Hilfe, des Konstruierens, des Signalisierens oder des Durchführens verdeckter Operationen bezieht. Die gewonnenen Erfahrungspunkte werden jeweils – entsprechend der Zugehörigkeit einer Aktion – einer dieser drei Kategorien gutgeschrieben. Ab Erreichen einer bestimmten Anzahl von Punkten innerhalb einer Kategorie steigt der Spieler in dieser Kategorie eine Stufe auf und wird mit einer Spezialfähigkeit (z. B. das Erkennen gegnerischer Minen auf der vierten Stufe des Kampfsinns) belohnt. Jede Kategorie besitzt vier Stufen. Am Ende einer Runde werden ferner die Spieler mit den meisten Erfahrungspunkten in einer Kategorie durch eine Medaille ausgezeichnet. An die Zunahme von Erfahrungspunkten sind auch individuelle Beförderungen eines Spielers geknüpft: Dabei ist dessen Dienstgrad, der von Private (Alliierte) bzw. Schütze (Achsen) bis General reicht, u. a. durch ein entsprechendes Rangabzeichen auf seinem Helm für jeden sichtbar.
[Bearbeiten] Spielmodi
- Objective Mode (Einzelmission) – Bei einer Einzelmission wird aus der Gesamtheit der Karten eine ausgewählte Karte isoliert gespielt. Nach Beendigung der Runde werden alle Erfahrungspunkte sowie die damit verbundenen Belohnungen und Ränge der Spieler wieder zurückgesetzt.
- Campaign Mode (Kampagne) – Im Kampagnen-Modus werden mehrere Karten nacheinander gespielt, wobei die Spieler ihre Erfahrungspunkte und alle damit verbundenen Belohnungen über die Kampagne hinweg behalten und verbessern können. Die Kampagne ist der am weitesten verbreitete Modus auf öffentlichen (public) Servern, auf denen sich – in der Regel – einander unbekannte Spieler treffen.
- Stopwatch Mode (Stoppuhr) – Im Stoppuhr-Modus werden generell zwei Runden einer Karte gespielt: in der ersten Runde versucht das angreifende Team im Rahmen der Zeitbeschränkung ihre bestmögliche Zeit vorzulegen; in der darauffolgenden Runde werden die Seiten getauscht und das zweite Team versucht nun in der Rolle der Angreifer die vorgegebene Zeit zu schlagen. Das Spiel auf Zeit ist der gängige Modus auf privaten Servern im Rahmen so genannter Clanwars, bei denen die Teams zweier Clans – häufig sechs gegen sechs (6on6) oder drei gegen drei (3on3) – gegeneinander antreten.
- Last Man Standing Mode (Letzter Überlebender) – Letzter Überlebender ist eine Form des Team-Deathmatch, in dem die Spieler beider Teams einander eliminieren müssen, um eine Runde zu gewinnen. Dabei hat jeder Spieler nur ein Leben – die Nachschubwelle entfällt. Das Team des letzten Überlebenden gewinnt die Runde.
[Bearbeiten] Scripting
Wie auch in vielen anderen Shootern hat sich in Enemy Territory das Scripting weit verbreitet. Hierbei schreibt man in eine sogenannte autoexec.cfg-Datei eine Reihe von Befehlen. Damit kann man sich zum Einen das erneute Einstellen vieler Optionen per Menü auf anderen PCs ersparen, zum Anderen ermöglicht dies das Schreiben sogenannter Scripts. Zum Beispiel kann man eine Taste mit einem Script belegen, der zwischen zwei Werten einer Variable wechselt. Ein typisches Beispiel für eine solche Variable ist cg_fov. Damit kann man das Field of View (Sichtfeld) festlegen. Die Standard-Einstellung ist 90 (für ein Sichtfeld von 90° - etwas mehr als bei einem Durchschnittsmenschen). Per Script kann man der Variable auch einen höheren Wert wie zum Beispiel 110 zuteilen. Im Spiel sieht man dann zu beiden Seiten in einem Winkel von 110°. Das ist vor allem im Nahkampf sehr hilfreich.
Leider bietet das Scripten auch Cheatern die Möglichkeit sich durch verbotene Scripts einen Vorteil zu verschaffen. Ein bekanntes Script dieser Kategorie ist der No-Recoil-Script ("kein Rückstoß" Script). Dieser ermöglicht dem Spieler das Abfeuern vom Scharfschützenwaffen ohne Rückstoß.
Im Internet findet man zwar sehr viele Tutorials zum Scripten, doch oft vergessen die Autoren auf die verbotenen Einstellungen und Scripts hinzuweisen (manchmal werden diese sogar in einer Script-Datenbank angeboten). Außerdem findet man viele Variablennamen, die nicht existieren beziehungsweise falsch verwendet werden und so zu Fehlern führen. Es empfiehlt sich deshalb im Zweifelsfall auf der offiziellen Homepage nachzuschauen.
[Bearbeiten] Weblinks
- Schweizer Enemy Territory Community
- Handbuch von et-scene.de
- Deutsche RtCW und Enemy Territory Community

