Erfahrungsbericht KimHuebel - Fedora Core 3
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[Bearbeiten] Fedora Core 3 auf dem Desktop
[Bearbeiten] Zur Vorgeschichte
Jobbedingt bin ich immer wieder auf der Suche nach dem Betriebssystem für meinen Desktop. Nachdem ich jetzt gut 1 Jahr lang auf meinem Arbeitsplatz Linux untreu wurde und Windows 2000 und XP im Einsatz hatte, finde ich nun doch wieder zu den Wurzeln zurück. Doch zunächst einmal kurz zu dem, was meinen persönlichen Desktop ausmacht, damit man sich einmal ein Bild von dem machen kann, welche Ansprüche an die Installation an sich gestellt werden.
[Bearbeiten] Anforderungsprofil
Für mich zentraler Ansatzpunkt ist die Tatsache, dass ich in erster Linie einen Rechner benötige, mit dem ich meine tägliche Korrespondenz erledigen kann. Sprich: es muss ein E-Mail-Client und ein Webbrowser installiert sein.
Zur alltäglichen Kommunikation gehört aber auch eine Papierform derselben - also wird ebenfalls ein Office-Paket oder zumindest eine Textverarbeitung (oder ein Text-Satzsystem).
Eine weitere zentrale Rolle spielt die Möglichkeit, auf entfernte Zielsysteme zuzugreifen. In meinem Umfeld sind dies leider nicht nur Linux-Rechner, sondern auch Windows-Server, weshalb hier mehrere Lösungen hermüssen.
Druckerwartung, oder besser: Druckermonitoring stellt ebenfalls eine Aufgabenstellung dar, die gelöst werden muss. Unter Windows kann man dies relativ geschickt mit einem mitgelieferten Tool erledigen unter Linux...
[Bearbeiten] Auswahl des Betriebssystems oder: warum ausgerechnet Fedora Core 3?
Eigentlich jeder, der mit Linux beginnt (oder auch der, der schon jahrelang dabei ist) stellt sich diese Frage: welche Distribution ist für mich die richtige?
In meinem Fall war die Sache relativ einfach zu beantworten: ich benötigte ein System, welches bekanntermaßen zuverlässig und einfach zu verwalten wäre, da ich in meiner Arbeitszeit andere "sinnvollere" Dinge zu tun habe, als ständig irgendwelche Pakete zu kompilieren oder Konfigurationen auszufeilen.
Für mich war recht schnell klar, dass ich mich zwischen SuSE-Linux und Fedora entscheiden würde.
Den ausschlaggebenden Punkt für Fedora gab die Tatsache, dass ich bisher mit den vorhergehenden Versionen an verschiedenen Stellen immer wieder positive Erfahrungen sammeln konnte und ich SuSE-Linux aufgrund der elendig dummen Konfigurationssitzungen mittels YaST eigentlich weniger mag.
[Bearbeiten] Installation des Basis-Systems
Die Installation des Basis-Systems verlief nach einem kleineren Startproblem, das System wollte meine Maus als UHCI nicht per USB anbinden und blieb mit vielsagenden Fehlermeldungen beim Start des /sbin/loaders stehen, also musste ich wohl oder übel einen PS/2-Adapter an die Maus klemmen, problemfrei.
Zur Installation benötigt man je nach Installation 3-4 CDs aus dem CD-Package und ist je nach Geschwindigkeit des Rechners mit 30 Minuten bis 60 Minuten gut im Schnitt.
Da ich persönlich gerne mit 2 Bildschirmen (Dualhead) arbeite, forderte mich nach der Installation des Grundsystems die Installation des Dualhead-Views. Hier diente das Programm mgapdesk der Grundkonfiguration, die man unter Musterkonfiguration eines Dualhead-Systems ansehen kann.
Nachdem man das Basis-System installiert hat, sollte man auf jeden Fall sein System mal auf den aktuellen Stand der Dinge bringen - hierzu bedient man sich am einfachsten up2date, was die aktuellen Sicherheitspatches und Kernels herunterlädt und installiert. Nach ca 10 Minuten (bei schneller Internetanbindung) sollte das Thema durch sein.
[Bearbeiten] Eingesetzte/installierte Programme
- Webbrowser: Firefox
- E-Mail-Client: Thunderbird
- Office-Paket: OpenOffice
- Text-Satzsystem: LaTeX
- Remotezugriff Windows: tsclient (ein Frontend für rdesktop)
- Remotezugriff Linux: ssh
- Druckermonitoring: derzeit per Webbrowser und Webinterface des Druckers
[Bearbeiten] Offene Dinge
- Druckermonitoring per Software (snmp?) lösen, da Java-Applets im Browser das System belasten

