File Allocation Table
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File Allocation Table (FAT sprich fæt, auf Deutsch etwa: Dateizuordnungstabelle) wurde von Seattle Computer Products als Dateisystem für dessen Betriebssystem QDOS, dem direkten Vorgaenger von MS-DOS, entwickelt. Es ist die einzige bedeutende Neuerung von QDOS gegenüber CP/M. Nach langen Rechtsstreitigkeiten und einem zweijaehrigen Patentierungsverfahren wurde am 10. Januar 2006 das Patent und die damit verbundene enorme Marktmacht für FAT (FAT12,16,32 etc..) der Herstellerfirma Microsoft zugesprochen. Zu der Familie der FAT-Dateisysteme gehoeren:
- FAT12 (wird heute immer noch für jede MS-DOS- oder Windows-Diskette gebraucht)
- FAT16 (wird heute meist auf allen Arten von mobilen Datenträgern verwendet, die kleiner als 2 GiB sind.)
- (VFAT)
- FAT32 (wird z. B. in allen Arten von mobilen Speichern von mehr als 2 GB Kapazitaet genutzt)
Die FAT ist eine verkettete Liste in einem Speicherbereich einer Partition, in dem Informationen zu jedem Cluster (Zuordnungseinheit) der Partition stehen. Diese Information kann folgendes sagen:
- Der Cluster ist nicht belegt,
- der Cluster ist frei. (00016, 000016, 0000000016)
- das Medium ist an der Position dieses Clusters beschaedigt. (FF716, FFF716, FFFFFFF716)
- Der Cluster ist von einer Datei belegt,
- der naechste Cluster der Datei ist der Cluster mit der Nummer X. (2 < X < FF616, 2 < X < FFF616, 2 < X < 0FFFFFFF16)
- dies ist der letzte Cluster der Datei. (FF816...FFF16, FFF816...FFFF16, FFFFFFF816...FFFFFFFF16)
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[Bearbeiten] Lange Dateinamen auf Disketten
Um lange Dateinamen auf FAT12-Disketten einsetzen zu koennen, nutzt Windows mehrere Verzeichniseintraege vor dem eigentlichen Verzeichniseintrag im FAT12-Format zur Speicherung des langen Dateinamens. Aeltere Systeme (z. B. MS-DOS) ignorieren diese Verzeichniseintraege, da sie durch eine spezielle Kombination von Attributen markiert sind, u. a. als "Volume" und "Hidden".
[Bearbeiten] Versionen
[Bearbeiten] FAT12
Mit der 1980 erschienenen ersten Version von QDOS wurde FAT als Dateisystem eingefuehrt. Anfangs wurden keine Unterverzeichnisse verwaltet. Dies aenderte sich mit MS-DOS Version 2.0.
FAT12 wird nur auf Datentraegern bzw. Partitionen bis zu einer Groeße von 16 MiB (16.777.216 Byte) eingesetzt; es ist bis heute auf allen FAT-formatierten 3,5"-Disketten im Einsatz.
Merkmale:
- 12-Bit-Clusternummern, mit denen 212 = 4096 Cluster angesprochen werden koennen. Die Nummerierung der Cluster beginnt auf Disketten bei der Nummer 2.
- Es werden nur Dateinamen im Schema 8.3 (acht Zeichen für den Dateinamen und drei Zeichen für die Dateinamenserweiterung) unterstuetzt.
- Die Clustergroeße beträgt 512 Byte bis 4096 Byte.
- Das Hauptverzeichnis (Root-Directory) der Partition ist auf eine Größe von 14 Clustern beschraenkt, hierdurch ergibt sich eine maximale Anzahl von 224 Eintraegen (Verzeichnisse oder Dateien). Normalerweise wird der erste Eintrag durch die Bezeichnung des Datentraegers belegt.
[Bearbeiten] FAT16
FAT16 ist ein Dateisystem, das 1983 die alte Version FAT12 abloeste. Durch die zunehmende Groeße der eingesetzten Festplatten wurde eine Erweiterung des Adressraumes notwendig. Nun waren selbst mit 512-Byte Clustern insgesamt 32 MiB große Platten verwaltbar.
Da FAT12 nur noch für Disketten verwendet wird, ist es fast in Vergessenheit geraten. Allgemein wird heute deshalb oft auch das FAT16 nur als FAT bezeichnet. Allerdings benoetigte das Server-Betriebssystem Novell-Netware bis zur Version 4.0 nur eine bis zu 16 MiB große "DOS"-Boot-Partition, die also (automatisch) mit FAT12 erzeugt wurde.
Es hat die folgenden Merkmale:
- 65.536 Eintraege sind moeglich.
- Es koennen 216 − 10 = 65.526 Cluster angesprochen werden (10 Cluster benötigt FAT, deshalb nicht 65.536).
- 8.3-Dateinamensformat
- Die Partitionsgroeße ist unter MS-DOS und Windows 9x (die auf DOS basieren) auf 2 GiB begrenzt. Windows NT kann allerdings 4 GiB große FAT16-Partitionen erzeugen und verwalten. (Clustergroeße 64 KiB)
- Die Cluster sind je nach Partitionsgroeße zwischen 512 Byte und maximal 32 KiB groß.
- Dateien duerfen bis 2 GiB groß werden, unter Windows NT 4 GiB.
- Das Haupt-(Root-)Verzeichnis muss sich an einer bestimmten Position auf dem Datentraeger befinden.
Eine Weiterentwicklung erfolgte mit FAT32.
[Bearbeiten] FAT32
FAT32 ist ein von Microsoft entwickeltes Dateisystem, das ab 1997 die Vorgaengerversion FAT16 ergaenzt hat. Partitionen kleiner als 512 MiB werden nach wie vor mit FAT16 erzeugt, dies hat aber keinen technischen Hintergrund.
Es wurde mit Windows 95 OSR2 (Service Release 2), auch als Windows 95B bezeichnet, eingefuehrt. Die Adressierung arbeitet mit 32 Bit, wovon 4 Bit reserviert sind, sodass 228 = 268.435.456 Cluster adressiert werden können.
FAT32 kann außerdem mit Windows 98, Windows 2000, Windows ME und Windows XP sowie – anders als NTFS – problemlos auch mit FreeDOS und Linux verwendet werden. Da auch Macintosh-Computer darauf zugreifen können, bietet es sich als Dateisystem zum Austausch von Daten geradezu an.
Da bis zu einer Partitionsgroeße von 8 GiB ein Cluster nur 4 KiB groß ist (bei der Standardformatierung), werden diese „kleinen und alten“ Platten verhaeltnismaeßig besser ausgenutzt als mit FAT16, wo ein Cluster bis zu 32 KiB belegt (unter Windows NT oder Windows 2000 FAT16-Clustergroeße maximal 64 KiB).
FAT32 hat die folgenden Merkmale:
- Es werden bis zu 228 = 268.435.456 Cluster verwendet.
- Da VFAT unterstuetzt wird, sind lange Dateinamen (bis 255 Zeichen) möglich.
- Die Partitionsgröße ist auf 2 TiB begrenzt.
- Die Cluster sind je nach Partitionsgroeße zwischen 512 Byte und maximal 32 KiB groß.
- Dateien duerfen bis zu 4 GiB − 1 Byte (= 4.294.967.295 Bytes) groß werden (dies ist vermutlich heute die bedeutendste Einschraenkung).
- Es koennen 228 Dateien abgelegt werden.
- Das Haupt-(Root-)Verzeichnis muss sich nicht an einer bestimmten Position auf dem Datentraeger befinden.
- Alte DOS-/Windows-Versionen (bis einschließlich Windows 95 A und Windows NT vor Version 4.0) koennen nicht darauf zugreifen.
- Unter Windows 2000 und Nachfolgern darf der Benutzer mit dem eingebauten Programm "Formatieren" maximal 32 GiB große FAT32-Dateisysteme neu erstellen (von Microsoft aufgezwungene Beschränkung). Der Zugriff auf groeßere FAT32-Dateisysteme, die mit alternativen Werkzeugen erstellt wurden, ist aber immer moeglich.

