GNU/Linux

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GNU/Linux
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Hersteller / Programmierer Linus Torvalds (und viele weitere Programmierer)



Grundinformationen
Lizenz: GPL (Freie Software)
Unterstützte Plattformen:
Webpräsenz / Download: kernel.org
Aktuelle Version: 2.6.28, 2.4.37 und 2.2.26 (je nach Einsatzzweck)
Alternativen
Freie Software
Proprietäre Software

GNU/Linux ist ein freies Betriebssystem, das aus dem Linux-Kernel und weiteren Komponenten aus dem GNU-Projekt zusammengesetzt ist.

Installation

Es gibt mittlerweile viele recht bequeme Möglichkeiten ein Linux-System zu installieren.

  • Installer von CD (oder auch von Diskette)
  • von Live-CD
  • von Netzwerkressource (boot from LAN)
  • von USB-Stick (Live-System)
  • UNetbootin (bzw. FUSBi)
  • mit Wubi innerhalb eines Windows-Systems
  • Anwendungen, um Live-Systeme einzurichten:
    • Fedora Live USB creator (installiert Fedora-Live-System von Windows oder Linux aus)
    • Ubuntu Live USB creator (installiert Ubuntu-Live-System von Linux aus)
    • cd2usb

weitergehende Informationen

der Name

GNU/Linux ist der "politisch korrekte" Name, den vor allem die Free Software Foundation seit Jahren für das Betriebssystem GNU in Verbindung mit dem Kernel Linux offiziell verwendet. Damit soll ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es sich um zwei getrennte und im Prinzip unabhängige Projekte handelt, die auch separat verwendet werden (können). Das Betriebssystem GNU enthält allerdings nicht nur Komponenten und Programme des GNU-Projektes, sondern auch vieler anderer Quellen, vor allem aus den freien BSD-Derivaten, aber auch unabhängige Entwicklungen wie TeX oder X. Die Herausstellung von GNU hat also vor allem prinzipielle Gründe, da der freie Aspekt von Software und nicht in erster Linie die technische Überlegenheit im Vordergrund steht. Es gibt aber kein einziges praktisches System, das keine GNU-Software enthält, und ein System ohne GNUs GCC herzustellen ist nur möglich, wenn man unfreie Software (wie Intels ICC) benutzt. Der Begriff "GNU/Linux" wurde zuerst 1994 von Debian als Name ihrer Distribution benutzt, das auf dem Linux-Kernel und den GNU-Programmen basierte. Im Juni 1994 wurde im GNU's Bulletin mit "freier UNIX-Klon" auf Linux verwiesen. In der Januar-Ausgabe 1995 änderten sich die Verweise auf Linux zu "GNU/Linux".

Im Mai 1996 gab Richard Stallman Emacs 19.31 heraus, in dem der Systemtyp von "Linux" nach "Lignux" umbenannt wurde. Er meinte, es wäre angemessen, die Begriffe "Linux-based GNU system", "GNU/Linux system" oder "Lignux" zu benutzen, um auf die Kombination von Linux-Kernel und GNU-Software hinzuweisen. Er gab jedoch bald den Ausdruck "Lignux" auf und benutzte nur noch "GNU/Linux". Stallman wollte damit dem GNU-Projekt die berechtigte Anerkennung verschaffen und Missverständnisse in den Medien über die Urheberschaft ausräumen.

Die anhaltenden Aufforderungen, das System "GNU/Linux" zu bezeichnen, stießen bestenfalls auf unterschiedliche Reaktionen. Nur ein paar Distributionen folgten dem Beispiel von Debian, die großen, kommerziellen Linux Distributoren jedoch nicht. Von den Anwendern und Entwicklern der Freie-Software- sowie der Open-Source-Bewegung folgten einige dem Anliegen, die meisten Anderen ignorierten es jedoch oder widersetzten sich ihm sogar unter Protest, was zeitweise in Boykott-Aufrufe gegen GNU gipfelte.

Einige Menschen beziehen den Begriff Betriebssystem nur auf den Linux-Kernel, während sie den Rest als Hilfsprogramme sehen (ungeachtet des praktischen Nutzens und Umfangs dieser Programme). In diesem Sinn wird das Betriebssystem Linux genannt und eine Linux-Distribution basiert auf Linux und darüberhinaus auf den GNU Tools und anderen. Dem steht jedoch entgegen, dass sich GNU und Linux bewusst parallel zu Unix entwickelten und dieser Name sich immer auf den Verbund von C-Bibliothek, der System- und Benutzer-Programme und dem Unix-Kernel bezog.

Um es verständlicher zu machen, sei folgendes Analogon bemüht: Wenn man das Betriebssystem als Auto der Marke GNU ansieht, dann ist der Kernel der Motor und die C-Bibliothek das Lenkrad. Die Summe der Anwendungsprogramme stellt den Fahrer dar, der bestimmt, wohin es geht. Nun kann man in ein Auto einen anderen Motor einbauen, z.B. statt eines Benzin- einen Biodiesel-Motor. Das Auto bleibt dabei das gleiche, aber das "Fahrverhalten" ändert sich. Der ausgebaute Motor kann dann wiederum in ein anderes Fahrzeug, z.B. der BSD-Gruppe, eingesetzt werden, selber verändert er sich nicht dabei, steht aber jetzt in einem völlig anderen Zusammenhang.
Das ist auch der Grund, warum eine sprachliche Trennung zwischen Kernel und Betriebssystem notwendig ist - sie sind beide austauschbar. Wenn jemand sagt, er benutzt "Linux", heißt das genau genommen noch lange nicht, dass er auch GNU benutzt. In einigen wenigen Fällen (Minimal-Router usw.) läuft tatsächlich nur der Kernel, in den alle notwendigen Module statisch eingelinkt wurden. Andererseits gibt es (bereits recht weit fortgeschrittene) Bestrebungen, NetBSD und FreeBSD auf Linux zu portieren und andererseits GNU auf die NetBSD- und FreeBSD-Kernel.

Der Hauptgrund, warum die meisten trotzdem "Linux" statt "GNU/Linux" sagen, liegt sicher im einfacheren, griffigeren Begriff. Ein weiterer ist, dass Linus Torvalds das kombinierte System seit der Veröffentlichung 1991 schon immer "Linux" genannt hatte. Im übrigen meldete Stallman seine Forderung nach Namensänderung erst an, nachdem das System Mitte der 1990er bereits populär geworden war.

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