Gentoo Linux
Aus Tuxfutter
Gentoo Linux gehört zu den faszinierendsten Distributionen, da sie dem Benutzer sehr viele Freiheiten gibt, aber auch viel Wissen bzw. Lernbereitschaft fordert.
Wer eine Workstation mit Gentoo einrichten will, benötigt ein großes Maß an Geduld: X11, KDE und OpenOffice.org brauchen insgesamt mehrere Stunden oder Tage (je nach Hardware-Konstitution), bis die Software fertig kompiliert ist. Dafür hat der Benutzer aber ein Linux-System, das für seinen Rechner erstellt wurde und somit auf den Prozessor optimiert ist.
Gentoo ist eine der Distributionen, bei der ein Anwender am meisten lernt, da man gezwungen ist, sich intensiv mit dem System zu beschäftigen. Manche Benutzer meinen, Gentoo sei ideal, um die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr sinnvoll am und mit dem Computer zu verbringen.
[Bearbeiten] Portage
Die Paketverwaltung Portage ist ein sehr großer Vorteil. Um Gentoo auf den neusten Stand zu bringen reicht ein emerge --sync + emerge --update --deep world.
Auch das Installieren von Programmen ist sehr einfach, emerge foo lädt alle nötigen Dateien (inkl. abhängiger Programme) für das Programm foo automatisch aus dem Internet und installiert sie. Deinstalliert wird mit emerge --unmerge foo, wobei mit unmerge die Abhängigkeit der Pakete nicht überprüft wird.
Mittels USE-Flags werden die Paketabhängiggkeiten angepasst. Sollte beim Paket foo die optionale Unterstützung für bar nicht gewünscht sein (beispielsweise braucht ein Webserver kein X), so lässt Portage diese weg. Die grundlegenden USE-Flags legt man mit dem Profil fest, angepasst werden die Flags über /etc/make.conf. Die USE-Flags lasen sich sogar paketweise anpassen.
Portage ist ein Nachbau des Port-Systems von FreeBSD.
[Bearbeiten] Externe Verweise
- gentoo.org – offizielle Website
- Die sehr gute deutsche Dokumentation findet man auf gentoo.org/doc/de.
- Hervorzuheben ist auch das offizielle Forum auf forums.gentoo.org.
- Gutes deutschsprachiges Gentoo-Forum auf gentooforum.de

