Speicherabbild

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Speicherabbilddateien von optischen Datenträgern enthalten den gesamten Nutzdateninhalt eines Datenträgers zusammen mit dem Dateisystem und darin evtl. enthaltenen Metadaten wie Zugriffsberechtigungen und dergleichen sowie teilweise auch noch die sogenannten Subchannel-Daten. Das beliebteste Format sind die sogenannten ISO-Abbilder, das dem ISO 9660-Standard folgt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anwendungsfälle

Speicherabbilder finden beim Umgang mit optischen Speichermedien häufig Verwendung für verschiedene Anwendungsfälle

Erstellung eines neuen Datenträgers ("Brennen")
wird als Zwischenschritt die gewünschten Dateisysteme erzeugt und die zusammengestellten Dateien darin einsortiert bevor dieses Abbild dann auf das eigentliche Zielmedium geschrieben wird. Dies geschieht heute oft on the fly im Hintergrund.
beim Vervielfältigen eines Datenträgers
Um eine Kopie eines optischen Datenträgers zu erstellen ist es günstig oder sogar nötig die Inhalte zunächst zwischenzuspeichern, da somit der Lesevorgang nicht Zeitkritisch ist und auch zum Lesen und zum Schreiben das selbe Laufwerk verwendet werden kann.
zum Beschleunigen des Lesevorganges
Indem die Inhalte eines optischen Datenträgers nicht vom realen Medium gelesen werden, sondern über ein virtuelles Laufwerk aus einem Abbild von einem schnelleren Speichermedium gelesen werden kann im Vergleich eine Beschleunigung der Übertragungsrate und eine Verkürzung der Zugriffszeiten erreicht werden, da z. B. Festplatten in der Regel deutlich schneller sind als CD-ROM-Laufwerke.
zum Transfer über Datennetze
Um den Inhalt eines optischen Datenträgers z.B. über Peer-to-peer-Tauschbörsen über das Internet zu verbreiten findet es oft Anwendung für z.B. Linux-CDs oder Raubkopien.

[Bearbeiten] Programme

[Bearbeiten] Erstellen

Unter Linux und allgemein bei freier Software wird für das Erstellen der Abbilddateien und das Schreiben auf ein Medium die Kommandozeilenprogrammsammlung cdrecord oder cdtools verwendet, oft mit einer graphischen Oberfläche wie K3B oder GnomeBaker bzw. unter Windows dem InfraRecorder.

[Bearbeiten] Verändern

Um an bestehenden Abbilddateien Veränderungen vorzunehmen gibt es unter Linux das Programm ISO Master, das auf bkisofs aufsetzt, sowie AcetoneISO oder auch KIso.

[Bearbeiten] Abbilder als virtuelle Laufwerke einbinden

ISO-Abbilder können mit mount als Loop-Device (mit der Option loop):

mount -tiso9660 -o loop /Pfad/zum/Abbild.iso /Pfad/zum/mount-Ordner/

ins Dateisystem eingebunden werden. Mit dem Kernel-Modul CDemu können Abbilder einer Vielzahl von Formaten als virtuelle Laufwerke eingebunden werden. Außerdem kann auch AcetoneISO Abbilder einiger Formate einbinden - und das gleich aus einer graphischen Oberfläche heraus.

[Bearbeiten] Datenträger in Abbilddateien auslesen

Schon erwähntes ISO Master kann neben dem Verändern bestehender Abbilddateien auch von Medien in Abbilddateien auslesen.

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