init

Aus Tuxfutter

Wechseln zu: Navigation, Suche

init ist bei einem Linuxsystem das erste Programm, das nach dem Laden und Initialisieren benötigter Treiber geladen und gestartet wird. Damit hat init immer die Prozess-ID 1.

Init lädt die /etc/inittab (die Konfigurationsdatei von init) und startet daraufhin den dort konfigurierten Runlevel, d.h. es werden die Startskripte über die Links in /etc/rcX.d/ (wobei X für den Runlevel steht) ausgeführt.

Init wird (u.a. dadurch) zum Vater aller weiteren Prozesse, was man mit dem Shellbefehl pstree sehr schön sehen kann.

Als Besonderheit ist init übrigens resistent gegen das kill-Kommando durch den Systemadministrator; selbst ein kill -9 1, was normalerweise bedeuten würde, dass sich das Programm sofort (und sofort heißt sofort!) beendet, funktioniert nicht. Bei sehr alten Kerneln funktioniert dies Verhalten jedoch noch.

Traditionell wird hier das SysVinit eingesetzt. Alternativ gibt es hier das neuere ereignisbasierte Upstart, das die verschiedenen Vorgänge beim Systemstart parallel ausführt, sofern es deren gegenseitige Abhängigkeiten zulassen, und beschleunigt damit den Systemstart gegenüber dem traditionellen SysVinit enorm.

'Persönliche Werkzeuge