Medion MD5400

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Linux auf dem Medion MD5400 -- Erfahrungsbericht von snupie37, 2. Juni 2005

Diesen Laptop besitze ich bereits seit Dez. 2002, und damals entsprach er noch in gewisser Weise dem Stand der Technik. :)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die Hardware

Der Rechner ist wie folgt ausgestattet:

  • Intel-Prozessor: Pentium 4, 2.5 GHz
  • 256 MB RAM
  • Motherboard: Medion-Eigenbau mit Sis645Dx-Chipsatz
  • Grafik: Nvidia Geforce440Go
  • Intel-Soundchip
  • CD/DVD-Combo-Laufwerk
  • 40 GB Festplatte

Der Rechner ist für die Hardware relativ langsam. Ich vermute, es liegt am Motherboard.

[Bearbeiten] Meine Linux-Geschichte

Ich habe immer wieder mal Lust, mir das Installieren auf meinem Notebook anzutun. Dann lösch ich es wieder mal. Das entspricht genau meiner Hass-Liebe zu Linux. Ich habe dabei Erfahrungen mit Knoppix, Suse, Fedora, Gentoo, Arch-Linux, Kanotix und Mandrake gemacht.

Kompilieren: Großes Problem! Hier kriegt man es mit der Lüftersteuerung zu tun. Das betrifft speziell Gentoo. Hier gehts gar nicht ohne Kernel kompilieren. Wird die CPU sehr stark belastet und steigt die Temperatur über 60°, dann schaltet sich der Lüfter komplett aus und das Notebook schaltet sich aus Selbstschutz selber ab. Das passiert jedesmal beim Kompilieren. Daher unbedingt den Artikel von Arnim Staschke (siehe Weblinks) durchlesen.

[Bearbeiten] Fedora

Die Installation von FC3 läuft gut durch, die Hardware wird richtig und vollständig erkannt. Probleme gibts nur mit der Maus, hier ist ein Eingreifen in die xorg.conf notwendig. Den Eintrag für das Touchscreen sollte man löschen; stört nur. Bootzeit okay, Arbeitsgeschwindigkeit sehr gut, Konfigurierbarkeit auch sehr gut, Updaten läuft auch alles, spezielle Eingriffe sind nicht nötig (Config-Dateien verändern, etc.).

[Bearbeiten] Gentoo

Eine besondere Herausforderung ist Gentoo immer. Bisher hatte von den Gentoo-Entwicklern bisher keiner Lust, ein Install-Skript zu schreiben. Naja, vielleicht eines Tages ... Doch bis dahin, muss man die Kommandos selber eingeben.

Mit der Kurzanleitung von Gentoo (vs. 2005) hat man eine geeignete Installationsanleitung zur Hand. Alles läuft gut, bis man zur Kernel-Kompilation kommt. Hier verabschiedet sich das Notebook. Nach einigem Herumexperimentieren mit der Kernel-Config (SCSI, XFS, NFS, ... abwählen) ging das Kompilieren einmal. Ich konnte das aber nicht wiederholen. Gleiches gilt für die Installation von x11. Das Notebook verabschiedet sich während der Kompilation. Liegt an der Überhitzung der CPU.

Generell ist Gentoo ein Linux, das eine (gute) Internet-Verbindung voraussetzt. Wer das nicht hat, sollte Gentoo nicht anrühren. Für das Medion MD 5400 ist Gentoo nur geeignet, wenn man die Sache mit der Lüftersteuerung in den Griff kriegt. Für jeden anderen Rechner würde ich aber Gentoo wählen, da es immer aktuell ist.

[Bearbeiten] Slackware

Die Standardinstallation schaut gut aus. Hardware wird halbwegs erkannt. Bootzeit und noch mehr Arbeitsgeschwindigkeit sind sehr gut! Der Kernel bei vs. 10.1 ist aber erst der 2.4.29. (USB-)Maus muß per Hand angepasst werden (driver=/dev/input/mice). Probleme macht der Nvidia-Treiber, den gibts in den beiliegenden Kernels nicht. Wenn man bei der Standardinstallation den nv-driver in xorg.conf einstellt, friert die Kiste ein. Also selber neu kompilieren. Zum leichten Updaten sollte man Slapt-get installieren.

[Bearbeiten] Arch-Linux

Wäre okay, stürzt aber ohne Grund einfach ab. Also nicht geeignet für das MD5400.

[Bearbeiten] Knoppix

Die Erfahrungen mit allen Knoppix-Versionen waren gut. Die Hardware wird sehr gut und schnell erkannt, die Bootzeit ist kurz, die Arbeitsgeschwindigkeit ist noch erträglich. Generell mag ich das vollkommen überfüllte Startmenü bei Knoppix nicht.

[Bearbeiten] Kanotix

Kanotix ist das bessere Knoppix. Es läuft etwas schneller und kann gut installiert werden. Nach der Installation läuft alles sehr gut, wenn auch ein wenig langsam. Die Menüs sind auch hier überfüllt.

[Bearbeiten] Suse

Suse 8.2 und 9.1 Personal liefen gut und waren leicht zu installieren. Die Hardware wurde jeweils gut und richtig erkannt, es gab keine Probleme. Bei Suse ist leider die Bootzeit sehr lang, auch die Arbeitsgeschwindigkeit macht mich nicht glücklich. Das sehr aufgeräumte und übersichtliche Startmenü und das mittlerweile ausgereifte Yast sind große Pluspunkte für Suse. Bei der Erkennung der Netzwerkkarte (8139, Treiber 8139too) gibts immer wieder mal Erkennungsprobleme.

[Bearbeiten] Mandrake

Hatte ich eine Zeitlang auf dem Notebook. Installation läuft gut und schnell. Gnome würde ich nicht wählen, der läuft bei Mandrake 10.1 nicht wirklich gut, der KDE dagegen läuft gut. Die Arbeitsgeschwindigkeit und Bootzeit sind leider sehr langsam. Aktuelle Updates für vs. 10.1 (KDE 3.4, Firefox 1.04, etc.) gibts nicht. Generell ist die Konfiguration der Update-Software speziell bis alles richtig läuft.


[Bearbeiten] Externe Verweise

'Persönliche Werkzeuge